Eine Welt Info





Hamburg 2006mal fair: Hintergrund zur Aktion

Der Ball ist rund …

… und Tore gibt es überall. Sport- und Fußbälle gehören zu unserem Alltag, in Schule, Verein und Freizeit. Das Spiel mit dem Ball ist uns ein Vergnügen.
Doch geht der Blick zurück auf die Hände, die in 700 Nadelstichen die 32 Waben zusammengenäht haben, ist das keine runde Sache. Und auch kein faires Spiel. Denn in der Sportartikel- und Ballproduktion sind miserable Arbeitsbedingungen an der Tagesordnung.

Fair bezahlte Näherinnen bei der Arbeit
Acht von zehn Fußbällen weltweit kommen aus der Stadt Sialkot in Pakistan, wo 30.000 Menschen von der Näharbeit am Ball leben. Kinderarbeit ist dort zwar dank internationaler Kampagnen mittlerweile verboten. Aber so lange die Eltern zu schlecht bezahlt werden, müssen die Kinder weiterhin zum Familieneinkommen beitragen. Wenn nicht mehr in der Ballproduktion, dann anderswo – zum Teil unter schlimmeren Bedingungen.
Kinderarbeit ist besonders billig und Kinder stellen keine Ansprüche. Viele gehen nie zur Schule.

Die Konsequenz:
Ein Leben in Armut.


Fair Play – fair pay

Kinder lernen statt zu nähen
Der Faire Handel setzt sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit ein und hilft, die Lebens- und Ausbildungschancen von Angestellten z. B. der Sportartikelindustrie zu verbessern.
Mittlerweile gibt es ein breites Angebot an fair gehandelten Fußbällen aus Pakistan für alle Altersklassen.


Die Handelspartnerschaft mit den Produzenten garantiert:

Fairness auf dem Stundenplan

Herstellung eines fairen Balles
Wo lässt sich Fairness besser erlernen als beim Sport? Besonders Kinder und Jugendliche können diese Möglichkeit, die Welt fair zu verändern, spielerisch erfahren – beim Fair Play im schulischen Sportunterricht, im Sportverein. Und was viele Menschen nicht wissen: Durch den Kauf fair gehandelter Fußbälle können wir gezielt die Situation der Fußballproduzenten und ihrer Familien verbessern.

Globales Lernen – eine runde Sache

Wenn über Fairen Handel und Fußbälle geredet wird, geht es meistens auch um Kinderarbeit. Es geht um Fragen der Gerechtigkeit, des Welthandels und der sozialen Verantwortung unseres Handelns im globalen Kontext.
Über das faire Fußballspiel in Schulen und Vereinen hinaus gibt es vielfältige Aktionsmöglichkeiten zum Thema für die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.

Das gemeinsame Ziel ist, das Bewusstsein von Sportbegeisterten für Gerechtigkeit und ihr eigenes Handeln zu schärfen.