Eine Welt Info
Hamburg 2006mal fair: Die Faire Hamburg-Elf
12.6.2006:
Zum Anstoß für die Aktion "Hamburg 2006mal fair" hat Corny Littmann, Präsident vom FC St. Pauli, am 12. Juni, dem Internationalen Tag gegen Kinderarbeit, um 11 Uhr im Hamburger Rathaus gepfiffen.
Gemeinsam mit Sportstaatsrat Andreas Ernst und der prominenten "Fairen Hamburg-Elf" ließ er die ersten Exemplare von insgesamt 2006 fair gehandelten Hamburg-Fußbällen im Innenhof des Hamburger Rathauses rollen.
Sportstaatsrat Ernst zeigte sich begeistert: "Am Beispiel dieser Fußbälle möchten wir
den fairen Handel ins Bewusstsein aller Hamburger bringen und zeigen,
dass die Herstellung von
Fußbällen auch ohne Kinderarbeit möglich ist".
Den Prominenten überreichte der sechsjährige Moritz Weber aus Iserbrook die Bälle. Hamburgs bisher jüngster Mitspieler der Fair-Play-Aktion hatte schon früh von den Bällen gehört und einen Brief geschrieben. Die Bälle wurden umgehend signiert und werden im Juli zugunsten eines Projektes in Pakistan versteigert.
Mannschaftskapitän: Corny Littmann
Präsident des FC St. Pauli
"Ich hoffe, dass diese Aktion den Anstoß gibt, dass Kinder in der dritten Welt eine Ausbildung erhalten und Kinder in Hamburg erfahren, wo ihre Fußbälle herkommen."
Dr. Isabella Vértes-Schütter
Intendantin, Ernst-Deutsch-Theater
"Ich unterstütze die Aktion 'Hamburg 2006mal fair', weil die WM auch ein Anlass ist, über die Ungleichzeitigkeit der Entwicklungen auf unserer Erde nachzudenken und für mehr soziale Gerechtigkeit einzutreten."
Erik Schäffler
Regisseur, Schauspieler
"Im gegenwärtigen Fußball - WM - Taumel, der auch ziemlich nerven kann, fallen viele Themen unter den Tisch: er ist ein Anlass, ausgiebig zu feiern, sich zu vergessen, zu ERLEBEN. Nicht aus dem Blick zu verlieren, dass zur gleichen Zeit z.B. die Hersteller der Fußbälle ums schlichte ÜBERLEBEN kämpfen, und sie dabei zu unterstützen, ist mir ein wichtiger Anlass: so hat die WM auch mit der 'Welt' zu tun."
Michael Batz
Theatermacher, Lichtkünstler
"Fairness ist grenzenlos, und auch in der globalen Welt kann jeder Mensch dazu beitragen. Darum verdient diese Aktion Respekt."
Renate Schneider
Redakteurin, Hamburger Abendblatt
"Hamburg 2006mal fair - auf wirkungsvolle Weise sensibilisiert diese Aktion, sich mit Lebensbedingungen der Menschen auseinander zu setzen, die auf unser Fair Play existentiell angewiesen sind. Und das geht jeden von uns an..."
Regula Venske
freie Schriftstellerin
"Als Mutter zweier Söhne ist es eine erschreckende Vorstellung, dass jedes Mal, wenn hier ein Kind mit einem Fußball schießt, es womöglich - unfreiwillig - die Menschenwürde und Menschenrechte eines anderen Kindes mit Füßen tritt. Unsere Lust am Fußball hat Fair Play zur Bedingung. Korruption und die Ausbeutung der Beschäftigten in der Fußballproduktion oder der Sportbekleidungsindustrie verderben auch uns den Spaß."
Pastor Sieghard Wilm
St. Pauli Kirche
"Ich unterstütze die Aktion 'Hamburg 2006mal fair', weil sie den Ball für Globales Lernen so ins Spiel bringt, dass Kinder und Jugendliche ihn aufnehmen können. Als Pastor der St. Pauli Kirche treffe ich jeden Tag die Kids vom Kiez. Sie sind die größten Fußballfans. Über den Ball läßt sich vieles an Themen vermitteln, nach denen die Jugend unsere Welt kritisch befragt: Fairness und Gerechtigkeit."
Cord Wöhlke
Geschäftsführer, Budnikowsky
"Als Handelsunternehmen arbeiten wir schon seit Jahren mit der gepa zusammen, um für fairen Handel für die Dritte und Vierte Welt zu werben. Konsumartikel dürfen und können nicht auf Kosten der Menschen in diesen Staaten produziert werden.
Die Menschen müssen durch Ihre Arbeit so entlohnt werden, dass sie in angemessenen Umständen leben können und in der Lage sind ihre Kinder in die Schule zu schicken. Gerade jetzt, in der Zeit der WM, freuen wir uns mit dieser Aktion Signale für eine bessere Welt zu setzen."
Hannelore Hoger
Schauspielerin
"Ich unterstütze die Aktion 'Hamburg 2006mal fair', weil ich das eine gute und faire Sache finde."
Prof. Dr. Wulf-Dietrich Köpke
Direktor, Hamburgisches Museum für Völkerkunde
"Ich finde, das ist die richtige Aktion zur richtigen Zeit! Fair Trade ist von großer Bedeutung, nicht nur während der WM. Persönlich ist mir Fair Trade sehr wichtig, aber auch in der Arbeit unseres Museums spielt dieser Begriff eine große Rolle. Wir werden unser Bestes tun, damit die Aktion Erfolg hat - auch über die WM hinaus."
Olivia Jones
Drag Queen
"Für ein paar Euro mehr pro Fußball auch mit gutem Gewissen Spaß am Sport
haben zu können, ist doch eine tolle Sache! Für uns ist das nicht viel Geld,
für die Menschen, die in den Drittweltländern die Bälle nähen, ein kleines
Vermögen! Mit einer bewussten Kaufentscheidung für faire Produkte können wir
dazu beitragen, dass Kinder in armen Gegenden der Welt wieder zur Schule
gehen können, statt zu arbeiten, und Menschen dort für ihre Arbeit endlich
dass kriegen, was sie als Menschen mindestens verdienen."
Silva Lone Saländer
HSV, Junior-Nationalspielerin
"Ich unterstütze die Aktion "Hamburg 2006mal fair", weil der Gedanke des Fairen Handels, der dahinter steht, sehr gut ist. Bei einem kommerziellen Ereignis wie der WM sollte die Herkunft der Bälle nicht vergessen werden. Da ich selbst sehr vom Fußball profitiere, habe ich mich entschlossen, mit meinem Engagement auch etwas zurückzugeben."
Alfons
Reporter
"Faires Handeln finde ich gut. Kinderarbeit finde ich nicht gut. Deshalb bin ich dabei!"
Rüdiger Nehberg
Menschenrechtler
"Ich mache mit bei 2006malfair, weil mich die Diskrepanz zwischen hier
gezahlten Fußballspiel-Eintrittsgeldern und den Näherinnen-Verhungerlöhnen
fassungslos und zornig macht. Die Ausbeutung und Ohnmacht der
Fabrikarbeiterinnen kann gar nicht oft genug verdeutlicht werden, mit der
Hoffnung auf Besserung ihrer Lebenssituation."